Ein Großteil unserer Bevölkerung ist bereits heute digital unterwegs – und erwartet von Dienstleistern jeder Branche eine ähnliche, digitale Grundeinstellung. Zudem beschäftigt uns das Thema „Gesundheit“ im Privat- ebenso wie im Berufsleben nachhaltig. Eine aktuelle Studie der Bitkom zeigt, dass sich 88 Prozent der Bevölkerung regelmäßig mit ihrer Gesundheit auseinandersetzen – 50 Prozent davon online auf digitalen Plattformen. Führt man diese beiden Ergebnisse zusammen – den Digital- und Gesundheits-Enthusiasmus der deutschen Bevölkerung – wird klar: Dienstleister im Gesundheitswesen müssen sich auf gänzlich neue Kundenanforderungen einstellen. Da bilden auch die Krankenkassen keine Ausnahme.

Peter Kaetsch, Vorstandsvorsitzender der BIG direkt gesund, thematisiert in seinem Unternehmervortrag „Digitale Transformation in der Praxis“ genau diese Herausforderung der Krankenkassen. Er skizziert nicht nur den Einsatz digitaler Gesundheitsprodukte wie digital gestützter Therapien oder Telemedizin – denen zunehmend offener durch die Bevölkerung begegnet wird. Vielmehr gibt er Impulse für digitale Bausteine, die eine Digitalisierungsoffensive überhaupt erst ermöglichen. Hierzu zählen aus seiner Sicht eine digitale Infrastruktur ebenso wie digitale Prozesse und ein digitales Kompetenzzentrum im eigenen Unternehmen. Wir freuen uns auf diesen gedanklichen Ausflug in die Gesundheitswelt und Ideen, wie die Digitale Transformation in der Praxis aussehen kann. Bereits jetzt können Sie Peter Kaetsch ein bisschen näher kennen lernen – er hat uns im Vorfeld des Digitalforums drei Fragen zur Digitalisierung beantwortet:

Was bedeutet Digitalisierung für Sie als Unternehmer?

Digitalisierung verändert Strukturen und Prozesse im Unternehmen grundlegend, daher wird auch von der 4. Industriellen Revolution gesprochen. Information als Produktionsfaktor sind die Daten in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz, die das Öl für die gesamte Wertschöpfungskette darstellen. Für mich richtet sich im Zuge der Digitalisierung der Fokus auf den Kunden, der Treiber der Veränderung ist. Am Ende treibt die Nachfrage unserer Kunden die Digitalisierung unserer Krankenkasse.

Überwiegen aus Ihrer Sicht die Chancen oder Risiken mit Blick auf die Digitalisierung?

Durch die Digitalisierung gelingt eine stärkere Kundenzentrierung, da sich digitale Produkte und Services immer durchsetzen, wenn sie höheren Kundennutzen bieten. Weniger Aufwand, höhere Geschwindigkeit, geringere Fehleranfälligkeit und unter dem Strich bessere Qualität ergeben sich aus der Digitalisierung, die den Kunden ins Zentrum stellt. Daher bewerte ich die Chancen der Digitalisierung auch höher als die Risiken wie etwa disruptive Veränderungen.

Können Sie uns 3 Tipps mitgeben, wie man als Unternehmer-/in den digitalen Wandel in das eigene Unternehmen tragen kann?

  1. Bei allen Anstrengungen zur Digitalisierung ist die Kommunikation mit den beteiligten Menschen der Erfolgsfaktor schlechthin! 50 % der Herausforderung ist Technik, aber die andere Hälfte ist eben der Mensch.
  2. Denken Sie relevante Unternehmensprozesse neu – „outside in“ vom Kunden betrachten. Dabei müssen die Chancen der digitalen Instrumente wie beispielsweise Datenpools, Vernetzung, Plattformlösungen, Monitoring oder Self Services mit KI berücksichtigt werden.
  3. Behalten Sie immer die Perspektive des Machbaren und administrativ Beherrschbaren im Auge, da die Komplexität und Geschwindigkeit den Digitalisierungserfolg auch gefährden. Gehen Sie kleine Schritte, nutzen Sie Betaversionen und eine iterative Planung im Sinne eines agilen Managements.
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