Die Digitalisierung ist vieles, aber eines mit Sicherheit nicht: Einheitlich definiert. Digitalisierung ist letztlich das, was der Mensch aus ihr macht. Die Digitalisierungsstrategie eines Unternehmens kann entsprechend unterschiedlich aussehen: Angefangen bei der Digitalisierung von Teilprozessen über die Digitalisierung ganzer Prozessketten bis hin zu gänzlich digitalen Geschäftsmodellen. Dr. Ralf Gärtner ist Geschäftsführer der PROTIQ GmbH und setzt mit dem Start-Up auf ein zukunftsträchtiges, digitales Geschäftsmodell: Einen digitalen Marktplatz für 3D-Druck. Das Start-Up ist eine Ausgründung der Phoenix Contact Gruppe und seit 2010 als Kompetenz im Bereich der additiven Fertigung unterwegs. Das Unternehmen berät und unterstützt die eigenen Kunden weltweit: Von der Generierung der 3D-Daten bis zur additiven Einzelstück- oder Serienfertigung. Darüber hinaus fungiert die Online-Plattform protiq.com als Marktplatz für die additive Fertigung.

Dr. Ralf Gärtner berichtet in seinem Unternehmervortrag nicht nur davon, wie etablierte Unternehmen mit dem Handlungsdruck, der durch digital vernetzte Systeme entsteht, umgehen können. Vielmehr bietet er einen Einblick in die Entstehungsgeschichte der PROTIQ GmbH und liefert damit Impulse für echte, digitale Geschäftsmodelle. Darüber hinaus verdeutlicht die Erfolgsgeschichte der PROTIQ GmbH, dass es sinnvoll sein kann, digitale Chancen mit Hilfe interner Start-Ups zu realisieren. Wir möchten Ihnen Dr. Ralf Gärtner heute bereits näher vorstellen und haben ihm im Vorfeld des Digitalforums 3 Fragen zum Thema Digitalisierung gestellt:

Was bedeutet Digitalisierung für Ihr Unternehmen?

Die Digitalisierung ist für unser Unternehmen von zentraler Bedeutung, da sowohl der gesamte Bestellprozess auf unserer Online-Plattform als auch der nachfolgende Wertschöpfungsprozess digital abgewickelt werden. Die hierdurch erreichbare Effizienz- und Geschwindigkeitssteigerungen sind immens, so dass unsere additiv gefertigten Produkte in kürzester Zeit bei unseren Kunden sind. Darüber hinaus unterstützen uns vielfältige digitale Lösungen, wie Künstliche Intelligenz und Augmented Reality, entlang der Wertschöpfungsprozesskette.

Überwiegen aus Ihrer Sicht die Chancen oder Risiken mit Blick auf die Digitalisierung?

Die vernetzende Digitalisierung eröffnet Chancen, die einen großen Beitrag zur Weiterentwicklung sowie Wettbewerbsfähigkeit und somit zur Standortsicherung leisten. Das größte Risiko liegt darin, die vernetzende Digitalisierung nicht zu forcieren.

Warum macht es für etablierte Unternehmen manchmal Sinn, digitale Chancen mit Hilfe interner Start-Ups zu realisieren?

Interne Start-Ups und ihre schlanken Strukturen bieten die Möglichkeit die Chancen der digitale Vernetzung explorativ zu adressieren ohne das Kerngeschäft negativ zu beeinflussen. Wesentliche Faktoren sind agile und kurze Entscheidungswege sowie kurze Umsetzungszeiten. Nach erfolgtem Proof of Concept kann ein Mehrwert im Kerngeschäft durch entsprechenden Rückfluss in das Mutterunternehmen generiert werden.

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